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Anerkennung und Ausgleich für Sorgetätige

Anlässlich des Equal Care Day ruft der Arbeitskreis Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag mehr Solidarität für alle, die Sorgearbeit machen, aus. Lena Saniye Güngör, Sprecherin für Arbeitsmarkt- und Gewerkschaftspolitik, stellt die Definition von Care-Arbeit aus Sicht des Arbeitskreises so dar: Es sind die unbezahlten und bezahlten (re-)produktiven Tätigkeiten des Sorgens und Sich-Kümmerns, es ist Fürsorge und Selbstsorge. Laut Güngör, „Diese Arbeit, sei es im privaten oder dienstlichen Rahmen, ist oft nicht oder unterbezahlt. Wir wollen als Linke, dass diese Arbeit richtig anerkannt und kompensiert wird.“

Gleichstellungssprecherin Karola Stange und Familiensprecherin Cordula Eger führen dazu aus: „Das ganz alltägliche, immer wiederkehrende Kümmern und Versorgen aller Haushaltsmitglieder und das Wissen, die Organisation und Verantwortung oder mentale Energie, die es dafür braucht, muss endlich in allen Bereichen anerkannt werden. Das macht die Corona-Pandemie eben deutlicher.“

Ralf Plötner, Sprecher für Gesundheitspolitik und Pflege, fügt hinzu: „Der Begriff Equal Care ist auch die Aufforderung an all jene, die auch von der privaten Sorgearbeit im Gesundheitswesen profitieren, insbesondere Staat und privatwirtschaftliche Unternehmen, Care nicht als Allgemeingut und Ressource auszubeuten zur eigenen Gewinnmaximierung. Care-Arbeit verdient eine hohe Anerkennung sowie einen gesellschaftlichen und ökonomischen Ausgleich. Wir können nicht mehr zulassen, dass Sorgetätige finanziell, körperlich und geistig für ihre systemrelevante Arbeit bestraft werden.“