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Equal Pay Day 2021

Dieses Jahr findet der Equal Pay Day, der den Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen markiert, bereits am 10. März statt, eine Woche früher als noch 2020. Grund dafür ist das Sinken der Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen von 19 Prozent im letzten Jahr auf ‚nur noch‘ 18 Prozent. „Der Trend geht in die richtige Richtung, ein Grund zu feiern ist es trotzdem nicht“, mahnt die arbeits- und gewerkschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Thüringer Landtag Lena Saniye Güngör.

„Seit einem Jahr sehen wir, wie die Pandemie die bestehenden Ungleichheiten weiter verschärft. Vor allem Frauen arbeiten in den sogenannten systemrelevanten Berufen, die gesellschaftlich von hoher Verantwortung geprägt sind. In ihrer Bezahlung schlägt sich dies jedoch in keiner Weise nieder“, konstatiert die LINKE-Abgeordnete.

Karola Stange, Sprecherin für Gleichstellung, Behindertenpolitik und Soziales, führt fort: „Noch immer sind es Frauen, die den Großteil der Sorgearbeit leisten, die länger Elternzeit nehmen und anschließend häufiger in Teilzeit arbeiten, weil Karriere und Familie selten unter einen Hut zu bringen sind.“

Ostdeutsche Frauen verdienen, gemessen an ihrer gesamten Erwerbsbiografie, 20 Prozent weniger als Männer. In Westdeutschland liegt der Unterschied sogar bei 50 Prozent. Dies wird vor allem durch Arbeitsmuster bedingt, die mehr auf Teilzeit ausgelegt sind. Hier braucht es dringend ein Umsteuern, sind sich beide Abgeordneten einig. Denn der Gehaltunterschied im Arbeitsleben spiegelt sich genauso in der Rentenhöhe wider. „Im Rentenalter verschiebt sich die Lohnlücke auf 53 Prozent. Deutschland hält damit die traurige Spitzenposition, was den sogenannten Gender Pension Pay Gap angeht“, kritisiert Stange. „In der Konsequenz sind Frauen um ein Vielfaches häufiger von Altersarmut betroffen, da sie weniger Ansprüche und häufig auch weniger Rentenjahre vorweisen können“, so die Abgeordnete.

Lena Saniye Güngör abschließend: „Die Corona-Krise sorgt gerade für sehr viel Umbruch und genau das sollten wir nutzen, um endlich aus alten Mustern auszubrechen. Wir haben jetzt die Chance umzustrukturieren und die Berufs- und Gehaltslandschaft neu zu gestalten.“