Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Stärkung der Tarifbindung weiter vorantreiben

Heute wurde durch das WSI (Wirtschaft- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung) eine Studie zu „Tarifverträge und Tarifflucht in Thüringen“ vorgestellt, die aufzeigt, dass nur noch 44 Prozent der Beschäftigten in Thüringen durch einen Tarifvertrag geschützt werden. „Thüringen wird sein Image als Niedriglohnland nicht los! Prekäre Beschäftigungsverhältnisse und zunehmende soziale Ungleichheit müssen endlich der Vergangenheit angehören“, mahnt Lena Saniye Güngör, Sprecherin für Arbeits- und Gewerkschaftspolitik der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag an. Die Abgeordnete fordert: „Wir müssen als Politik alles tun, um das Tarifvertragssystem mehr zu stützen und das Vergabegesetz auszuweiten!“

In den letzten Jahren hat sich RRG deutlich zu einer Stärkung der Tarifbindung bekannt. „Leider sind Tariftreueregeln nur für die Landesvergaben verbindlich, weshalb für zwei Drittel des öffentlichen Auftragsvolumens in Thüringen keine verbindlichen Regelungen bestehen. Hier müssen wir als Politik ansetzen. Vergabeverfahren müssen auch auf kommunaler Ebene vorangetrieben werden wie beispielsweise in Jena geschehen“, stellt die Abgeordnete heraus. Die Erosion der Tarifbindung, die auch ein Ergebnis der schwächer gewordenen Tarifverbände ist, müssen wir entschieden entgegentreten und aktiv gegen Lohn- und Sozialdumping kämpfen“, so die Abgeordnete abschließend.