Equal Pay Day 2026 – Mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Gesellschaft

Anlässlich des morgigen Equal Pay Days erklärt Lena Saniye Güngör, gleichstellungs- und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag: „Frauen verdienen 16 Prozent* weniger als Männer. Frauen müssen also bis zum 27.02.2026 und damit 58 Tage mehr arbeiten, um denselben Lohn zu erreichen, den Männer im Jahr 2025 bekommen haben. Mit dem diesjährigen Motto ‚equal pay every day' soll am Equal Pay Day darauf aufmerksam gemacht werden, mehr als nur den Gehaltsunterschied in Zahlen wahrzunehmen. Geschlechterungleichheiten beginnen nicht erst mit dem Eintritt in das Berufsleben, sie sind ein lebenslanger Begleiter. Deshalb reicht auch nicht nur eine Anpassung der Gehälter, es braucht vielmehr ein Durchbrechen patriarchaler Denkmuster, die sich in unseren gesellschaftlichen Strukturen widerspiegeln und dadurch die Benachteiligung von Frauen reproduzieren. Das scheint aber weder Teil der politischen Agenda der Landesregierung noch jener der Bundesregierung zu sein."

 

Stattdessen greife die CDU auf Bundesebene mit ihren Vorschlägen von unbezahlten Karenztagen, Lifestyle-Teilzeit und einer möglichen Abschaffung der elektronischen Krankschreibung in großem Stil die Arbeitnehmer*innenrechte und Strukturen für einen geschlechtergerechteren Arbeitsmarkt an, so Güngör.

 

„Minijobs zu sozialversicherungspflichtigen Jobs transformieren, das Ehegattensplitting abschaffen, die Sicherstellung von Ganztagsangeboten, die Aufwertung von Care-Berufen, mehr familien- und pflegekompatible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodelle und die Berücksichtigung der von Mehrfachdiskriminierung Betroffenen. All diese und noch weitere Maßnahmen braucht es und wurden von uns als Fraktion Die Linke in den Landtag in einem Antrag gefordert. Und die Koalition aus CDU, BSW und SPD? Ließ den Antrag gut zehn Monate im Ausschuss mit umfangreicher Anhörung mitschleifen und lehnte ihn schlussendlich ab. Worten hätten also längst Taten folgen können, schon vor Monaten. Wer meint es also wirklich ernst mit der Bekämpfung von Geschlechterungleichheiten und wer nicht?", meint Güngör abschließend.

 

*unbereinigter Gender Pay Gap