Güngör betont, dass die Warnstreiks Ausdruck einer starren Weigerungshaltung des Konzerns sind und erklärt: „Die Beschäftigten bei Zalando haben Respekt verdient. Sie haben zusammen mit der Gewerkschaft monatelang Gesprächsbereitschaft signalisiert, während der Arbeitgeber weiterhin ablehnt, überhaupt Tarifverhandlungen aufzunehmen. Für mich ist das ein falsches aber gleichzeitig typisches Verhalten für Konzerne der sogenannten Plattformökonomie. Dort feiert man sich für innovative Ideen zur Erschließung neuer Märkte, aber verweigert gleichzeitig faire Arbeitsbedingungen und macht Leistungsdruck und prekäre Beschäftigung zur Grundlage eines vermeintlichen Geschäftserfolgs.“ Weiterlesen
Güngör verweist auf die Berichte der Gewerkschaft ver.di, nach denen der Beschäftigte zuvor vergeblich versucht haben soll, sich krankzumelden. Dazu betont die Abgeordnete: „Es ist erschütternd zu hören, dass bei Amazon offenbar ein System herrscht, in dem Beschäftigte Hemmungen haben sich krankzumelden. Die bekannten Schilderungen der Belegschaft, welch hoher Leistungsdruck, dass Urlaubssperren, zurückgehaltener Lohn bei Krankmeldungen und willkürliche Normvorgaben für ein massives strukturelles Problem bei Amazon sprechen. In diesem Fall geht es nicht um Einzelfehler. Es geht um ein System, das Effizienz maximiert, indem es Menschen an ihre Belastungsgrenzen und darüberhinaus führt. " Weiterlesen
„Menschenwürdige Arbeit ist kein Bonus, sie ist ein Grundrecht und Demokratie, die etwas taugt, muss es durchsetzen: mit Tarifbindung, Mitbestimmung, wirksamen Kontrollen und existenzsichernden Löhnen“, erklärt Lena Saniye Güngör, arbeitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, anlässlich des heutigen Welttags für menschenwürdige Arbeit. Der internationale Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Leitmotiv „For democracy that delivers“. Gewerkschaften weltweit fordern eine Demokratie, die für Beschäftigte tatsächlich Ergebnisse liefert statt nur Versprechen. Weiterlesen
„Wer die soziale Infrastruktur trägt – sei es in Kitas, Beratungsstellen, Einrichtungen oder Diensten –, der hat auch Anspruch auf Lohn- und Zeitstandards auf TVöD-Niveau. Ein Angebot, das die Kolleg:innen bei der AWO ein Jahr hinter den TVöD zurücksetzt und über 30 Monate festzurrt, ist kein Kompromiss, sondern ein Machtspiel auf dem Rücken der Beschäftigten“, sagt Lena Saniye Güngör, arbeits- und gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag. Weiterlesen
Die Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag lehnt den Vorschlag des DIHK-Präsidenten Adrian, den Pfingstmontag als Feiertag zu streichen ab. „Dies wäre ein sozialpolitischer Rückschritt“, sagt Lena Saniye Güngör, arbeitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Feiertage seien keine verzichtbaren Extras, sondern notwendige Erholungszeiten. Wer sie streiche, erhöhe die Arbeitszeit faktisch ohne Ausgleich — zulasten der Beschäftigten. Weiterlesen


